Projekte der Gemeinwesenarbeit

Fühmann-Projekt:

Schüler/innen der Berliner integrierten Röntgen Sekundarschule (Berlin-Neukölln/-Treptow) befassen sich im Rahmen des Deutsch-Unterrichtes und darüber hinaus im Schuljahr 2011/2012 mit Leben und Werk Franz Fühmanns (1922 - 1984). Das u.a. auf dem Weg über die Erzählung "Kameraden". Geplant ist eine Exkursion auf den Spuren Fühmanns nach und in Märkisch Bucholz.

Ansprechpartner: Klaus Dieter Weis, Telephon: 030 2902 764 10 / paul.alfred.kleinert@web.de

Das Projekt erfolgt mit der Unterstützung des Franz Fühmann Freundeskreises.

Polizeitage:

In den Jahren 2007 – 2009 fanden an unserer Schule Polizeitage statt

Einhergehend mit der zunehmenden Orientierungslosigkeit der Jungen und Mädchen im Norden Neuköllns (nur dort?) kommt immer häufiger der Wunsch nach festen und verbindlichen Rahmensetzungen (und damit der Berufswunsch: Polizist/in) bei den jungen Menschen unserer Schule auf. Um diesem Wunsch Rechnung zu tragen und die dafür nötigen Voraussetzungen in ’s Bewußtsein der jungen Leute zu bringen, wird es, in Kooperation von Abschnitt 55 der Neuköllner Polizei und unserer Schule, vom 21. – 24.04.2008 zu einem „Polizeitag“ mit Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen (simulierter Einstellungstest in sportlicher wie auch theoretischer Hinsicht, Informationen zum Bewerbungsverfahren, Besuch des Fuhrparks der Polizei) kommen.

Nach dem positiven Echo des vergangenen Jahres bedanken sich Schule und Sozialpädagogik an der KLS auch in diesem Jahr wieder beim Abschnitt 55  für die gute Kooperation, stellvertretend dafür bei Henning Geilich, Leiter der Dienstgruppe 1.

Am 24. April 2008 ist das vom Abschnitt 55 in Zusammenwirken mit der Kurt Löwenstein Schule ins Leben gerufene Projekt der „Polizeitage“ zu Ende gegangen. Nach den positiven Erfahrungen des Jahres 2007 ermöglichte das erfolgreiche Projekt auch in diesem Jahr wieder interessierten Schülerinnen und Schülern eine Teilnahme an einer simulierten Einstellungsprüfung der Polizei.

Bei dieser insgesamt vier Tage andauernden Veranstaltung kann auch in diesem Jahr wieder die durchweg motiviert-positive Grundstimmung angesprochen werden.

Ebenso zeigen die Ergebnisse im Wissenstest in diesem Jahr eine erfreulich deutliche Leistungssteigerung. Nicht verhehlt werden soll jedoch, dass die insgesamt erzielten Leistungen für real durchgeführte Berufseinstellungstest bei dem Großteil der Teilnehmer nicht ausreichend gewesen wäre.

Leider war auch in diesem Jahr zeitweise vorherrschendes Desinteresse bei einigen der Teilnehmer der simulierten Einstellungsprüfung zu beobachten. Die eingesetzten Polizeibeamten konnten sich mitunter des Eindrucks nicht erwehren, die Veranstaltung würde von einigen Schülern als willkommene Abwechslung im Schulalltag gesehen und nicht als Angebot einer ernsthaften Auseinandersetzung mit kommenden Einstellungstests.

Rückschauend betrachtet überwiegen bei weitem jedoch die positiven Erfahrungen, die die Polizeibeamten gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern erleben durften. 

Zu hoffen bleibt, dass mit dem Durchleben einer Prüfungssituation den Teilnehmern die Anforderungen aufgezeigt wurden, die in kommenden (realen) Berufseinstellungsverfahren zu bewältigen sein werden. Es konnte bei den Schülerinnen und Schülern eine doch recht massiv vorherrschende deutliche Unterschätzung dieser anstehenden Tests beobachtet werden.

Das Aufzeigen dieser Diskrepanz zwischen Vorstellung von den Anforderungen in den Einstellungstests mit den realen Gegebenheiten ließ bereits bei der Durchführung der Polizeitage ein Umdenken bei einigen Schülerinnen und Schülern erkennen.

Möge diese so wichtige Erkenntnis dazu beitragen, sich den Anforderungen kommender Wochen und Monate mit Erfolg zu stellen und in Folge einen der begehrten raren Ausbildungsstellen antreten zu können.

Mit der Hoffnung, den Teilnehmern bleiben diese Polizeitage des Jahres 2008 in ebenso positiver Erinnerung wie den eingesetzten Polizeibeamten, sehen wir den Polizeitagen im kommenden Jahr 2009 mit Spannung und Vorfreude entgegen.

 

Polizeitag 2007: Ein Polizeieinsatz der ganz anderen Art

Am 17. und 18. April 2007 hatten wir die Polizei im Haus. Diesmal aber aus einem sehr erfreulichen Grund: Es ging um die Simulation einer Einstellungsprüfung der Polizei. Fünfzehn Schülerinnen und Schüler saßen pünktlich um 10:00 Uhr gespannt und erwartungsvoll mehreren jungen Polizisten und einer jungen Polizistin gegenüber.

Herr Geilich, der auf Seiten der Polizei die Simulation der Prüfung angeregt hatte, war so freundlich, gemeinsam mit seinen Kollegen und seiner Kollegin unseren Schülern einen Eindruck davon zu vermitteln, welche geistigen und sportlichen Voraussetzungen ein Bewerber oder eine Bewerberin mitbringen muss, um die Einstellungsprüfung der Polizei erfolgreich zu bestehen.

Nach einem Diktat im Umfang von ca. 300 Wörtern folgten Prüfungsaufgaben, die denen der Polizei ähnlich sind. So mussten unsere Schüler konzentriert bis ca. 12:00 Uhr arbeiten, um dann nach einer wohlverdienten Pause sich mit neuer Kraft dem 3. Baustein der theoretischen Prüfung zu stellen

Hier ging es vor allem um das Agieren und Kommunizieren in der Gruppe. Die Polizisten führten dazu Gespräche  in Kleingruppen und gaben den Schülern Aufträge. Die Fähigkeit, Standpunkte zu begründen ohne die Gesprächsregeln zu verletzen, um schließlich gemeinsam zu einem Kompromiss oder Konsens zu kommen, waren die zentralen Inhalte dieses Teils.

Am zweiten Tag wurde es sportlich. Alle Beteiligten trafen sich dazu in unserer Sporthalle, um zu springen, klettern, stützen und laufen bis ihnen die Sportkleidung am Körper klebte.

Zu unserem Erstaunen machten auch jene Schülerinnen engagiert mit, die dem Sportunterricht für gewöhnlich etwas distanziert gegenüberstehen. Schule scheint etwas falsch zu machen, fragte sich der eine oder andere Lehrer. Den Abschluss bildete ein Ausdauerlauf in der Hasenheide,  bei dem alle Beteiligten ihre letzten Kräfte mobilisierten.

Entlohnt für die Mühen und Strapazen wurden unsere Schüler mit der Begehung des Polizeigeländes in der Friesenstraße. Hier durften sie Fahrzeuge der Polizei in Augenschein nehmen und ausprobieren. Für Begeisterung sorgte der Wasserwerfer der Polizei, den sie für eine kleine Abkühlung gerne in Anspruch genommen hätten.

Am Ende konnte man den Schülerinnen und Schülern den Spaß, den sie empfunden hatten, förmlich ansehen. Der Satz einer Schülerin: „Die Polizisten waren ja richtig nett und cool“, belegt dies deutlich.

In den Jahren 2010 und 2011 wird die Konzeption der Polizeitage vor dem Hintergrund der Schulstrukturreform und der einhergehenden Fusion von Haupt- und Real- zur integrierten Sekundar Schule grundlegend überarbeitet. Ab 2012 sollen die erfolgreichen Polizeitage dann in der neuen Konzeption an unserer Schule wieder aufgenommen werden.

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